#058 Spoon

4. März 2022 #58
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

„Die meist unterschätzte Band der Musikgeschichte“, sagt Marc Mühlenbrock über Spoon. Er kennt Spoon „Inside Out“ und deswegen widmen wir ihnen unsere neuste Episode. Die Band aus Austin hat sich in den vergangenen 29 Jahren immerhin 3 US-Top-Ten-Alben, einen Song bei den Simpsons und eine sie treu und kultisch verehrende Fanbase erspielt – doch für das Rampenlicht auf der ganz großen Bühne hat es nie gereicht. Trotz beatlesker Melodien und perfekt unperfekter Produktionen war und bleibt die Band immer „The Underdog“. Spoon wechselten in ihren 10 Alben spielend von Rock'n'Roll zu Indie zu Soul zu Elektronischem und wieder zurück, auf ihrem gerade erschienenen neuen Album „Lucifer On The Sofa“. Irgendwann in dieser Zeit hat es auch Marc erwischt, und zwar alles auf einmal – „Everything Hits At Once“ hat diese alles umarmende Melancholie für einsame Autofahrten bei Nacht. Wer diese spannende Band so richtig für sich entdecken will, der gibt sich eine ordentliche Schöpfkelle Episode #058Spoon, in der Bandchef Britt Daniel uns und Euch die Geschichte seiner Band erzählt. Diese Folge wurde vor dem Russischen Einmarsch in die Ukraine aufgenommen. Fuck Putin, Frieden für die Ukraine!

#057 Guns n'Roses

11. Februar 2022 #57
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Sex, Drugs, Rock'n'Roll, Guns n'Roses – niemand anders in der Musikgeschichte steht so sehr für Hedonismus bis zum Exzess wie die legendäre Band aus L.A.. Axl Rose, Slash, Izzy Stradlin, Duff McKagan und Steven Adler haben sich aus ihrem Headquarter, dem „Hell House", in die Clubszene des Sunset Boulevards gespielt und von da aus in die Stadien und Charts dieser Welt – und auf dem Weg wirklich alle Klischees erfüllt. Nummer-1-Hit: Check. Drogensucht und Rauswurf: Check. Groupie-Sex und Partnerinnen-Tausch: Check. Krawall und Stadionverbot: Check. Prügeleien miteinander, mit Fans, Polizisten und David Bowie: Check. Zerwürfnis und Reunion: Check. Auf Guns n'Roses' Konto gehen das teuerste Album aller Zeiten und die längste Tour der Rock-Geschichte. Axl singt mit dieser wahnsinnigen 6-Oktaven-Stimme teilweise umstrittene Texte, Slash liefert die unvergesslichen Licks dazu und Izzy den doomigen Blues. „Welcome to the Jungle“, „Sweet Child of Mine“ und „Paradise City“ sind nicht tot zu kriegende Hits vom ersten Album „Appetite for Destruction“, „Civil War, „November Rain“ und „Estranged“ die epischen Song-Fantasien vom Doppelalbum-Meisterwerk „Use Your Illusion“. Wir gratulieren Axl Rose zum 60.Geburtstag, öffnen die Axl-Files und lassen seinen Love/Hate-Buddy Slash zu Wort kommen, den Marc vor einigen Jahren mal interviewen durfte. In Episode #057Gunsn'Roses – jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

#056 dEUS

7. Januar 2022 #56
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Für eine Band wie dEUS wurde der Begriff Artrock erfunden. Angefangen als Bohemians in den Gassen von Antwerpen mit einer Gitarre, einer Geige, Pinseln und ein bisschen Farbe, entwarfen sie eine cineastische, göttliche Parallelwelt, die Musikliebhaber der ganzen westlichen Welt in einen beinah religiösen Bann zog. 30 Jahre ist das her und niemand kommt mehr los. Das liegt vor allem an dieser einzigartigen Melange aus Alternative, Avantgarde, Punk, Folk, Jazz, Grunge, Musique Concrète und Progressive – aber vor allem an dem Gefühl, das dEUS-Songs vermitteln. Dahinter steckt in erster Linie Tom Barman, er ist von Anfang an Chef der Band und am Neujahrstag 50 geworden - Gelukkige Verjaardag! Sonst gibt es nicht viele Konstanten, talentierte Musiker sind gekommen und gegangen. Die ständigen Wechsel hielten die Band frisch und wurden zu einem weiteren Markenzeichen. Marc Mühlenbrock hat diesen einnehmenden Charakter Tom Barman einst im dEUS-HQ in der Szenestadt Antwerpen besucht und mit ihm über die Geschichte seiner Band gesprochen. Episode #056 mit dEUS: ureigen belgisch und weltoffen, talentiert und selbstzerstörerisch, aber vor allem: Kult.

#055 Forever 21

24. Dezember 2021 #55
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Wie negativ doch vor 20 Monaten noch alles, was als normal galt war und wie verlockend seit der Pandemie „back to normal“ klingt. Ein Zustand zu dem wir, wie es scheint, stetig in 3-monatigem Abstand bleiben, ohne ihn je zu erreichen. Auch in diesem Jahr hat uns wieder viele viele gute Musik geholfen, diese Zeit zu überstehen, die Zeit zu vertreiben, in uns zu gehen, zu leiden, zu lachen, zu feiern oder zu trauern. Arlo Parks und James Blake widmen sich in ihren Alben der mentalen Gesundheit, Matthew E White seiner politischen Verantwortung, St. Vincent reist für ihr Album zurück ins New York der 70er Jahre und Sam Fender in seine eigene Vergangenheit als 17-Jähriger in Newcastle. Diese und noch viel mehr schöne Alben und Songs von Martina Topley-Bird, Parcels, Parquet Courts, Japanese Breakfast, Kummer, Little Simz, Damon Albarn, The Notwist, Greentea Peng, Deafheaven, Bilderbuch, Sault, Tyler, the Creator, Bobby Gillespie & Jehnny Beth besprechen wir in unserer Jahresabschluss-Folge, die traditionell am Heiligmorgen erscheint. Viel Spaß bei #055Forever21. Frohe Weihnachten, Alles Gute für 2022 und Bleibt gesund!

 

#054 Drangsal

10. Dezember 2021 #54
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Drangsal nimmt uns mit auf fantastische Zeitreisen. In seiner Musik in die Jahre 1977 bis 1984, in denen im rauen, urbanen musikalischen Underground erst politische Parolen geschmettert und dann innere Konflikte verarbeitet wurden. Von the year Punk broke über die Verwandlung in Post Punk bis hin zu New Wave und NDW, die das Radio und die Charts flutete. In unserer Episode nimmt uns Drangsal mit in die Jahre 1993 bis 2021, in sein Leben als Max Gruber in „Harieschaim“, der pfälzischen Provinz, in der er aufwuchs und der er mit dem Titel seines ersten Albums eine Widmung geschrieben hat. Dort hat er eben jene Musik entdeckt, die über ein Jahrzehnt vor seiner Geburt entstanden ist und der er dann mit seinen eigenen Songs einen modernen Touch gegeben hat. Inzwischen wohnt Drangsal in Berlin und heißt uns in seiner Wohnung willkommen für unsere nächste Live-Folge. Er ist Podcast-Kollege (nur, ähem, ein wenig erfolgreicher), zusammen mit Casper macht er „Mit Verachtung“, er hat ein Buch geschrieben, seine eigene Radio-Show gehabt, hat geschauspielert und drei Alben herausgebracht – das aktuellste, „Exit Strategy“, vor wenigen Monaten, gehört zu den schönsten des Jahres. Klickt rein zwischen zwei Folgen „Mit Verachtung“ in #054Drangsal.

#053 Adele verpflichtet

26. November 2021 #53
avatar
Tilmann Köllner
avatar
Marc Mühlenbrock

Ehre, wem Ehre gebührt, endlich bei Stereo.Typen zu Gast: Die erfolgreichste Musikerin des neuen Jahrtausends. Kein anderes Album hat sich im 21. Jahrhundert öfter verkauft als „21“ von Adele. Ihre Alben sind wie Tagebucheinträge, die sich mit dem jeweiligen Lebensjahr befassen, in denen die Songs darauf geschrieben wurden. Nach „19“, „21“ und „25“ ist Adele inzwischen bei „30“ angelangt – dem Alter, in dem die Scheidung von ihrem Mann begann. Denn Adele-Alben sind (fast) immer auch Trennungs-Alben. Adele erzählt in ihren Songs davon – und in unserem Podcast. Aber auch von der Liebe zu ihrer Mutter und zu ihrer Heimat, von Mark Ronson und Amy Winehouse, von der Brit School und den Brit Awards. All das in #053Adeleverpflichtet – überall, wo es Podcasts gibt.

 

 

#052 So Long, Leonard Cohen

12. November 2021 #52
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Vor wenigen Tagen jährte sich der Tod von Leonard Cohen zum 5. Mal. Geboren wurde der größte Melancholiker der Pop-Geschichte am letzten Sommertag 1934 in Montréal. Künstlerisch lebte er sich in jungen Jahren erst als Poet und Schriftsteller aus, schrieb einen der schönsten Coming of Age Romane überhaupt, bevor er als Singer / Songwriter ins Rampenlicht trat. Leonard allein mit der akustischen Gitarre, mit großer Schüchternheit, einnehmender Stimme und diesen Songs voller Seele. Frauen begleiteten ihn auf seinem Weg, im Leben in New York und auf Hydra, verewigt in seiner Musik in „Suzanne“ oder „So Long, Marianne“. In den 80ern wurden seine Songs politisch apokalyptisch, am Ende todgeweiht versöhnlich. In Episode #052SoLongLeonardCohen schauen wir zurück auf das beeindruckende Leben von Mr.Cohen und lauschen andächtig und mit Gänsehaut seiner sonoren Stimme, die über Vergangenes und Vergängliches philosophiert.

#051 My Bloody Valentine

31. Oktober 2021 #51
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Happy Halloween in der Area 51! Auch wenn es bei My Bloody Valentine um einen anderen Feiertag geht. Und um brachialen Noise, zuckersüßen Gesang, den Reverse Reverb Effekt und ganz viel Melancholie. Die Band aus London ist der Inbegriff von Shoegaze. Der Begriff ist entstanden, weil die beteiligten Gitarristen so häufig auf ihre Füße und die Effektpedale darunter starrten, mit denen sie ganze Wände an Gitarren errichtet haben. My Bloody Valentine haben mit „Loveless“ Anfang November vor 30 Jahren das beste Album des Genres erschaffen. Shoegaze – und insbesondere „Loveless“ – ist der Soundtrack der englischen Jugend Anfang der 90er – und inzwischen weltweit als Kult verewigt. My Bloody Valentine Ultra Marc Mühlenbrock hat My Bloody Valentine Chef Kevin Shields einen auditiven Besuch abgestattet – mit einem nächtlichen Telefonat in die Irische Countryside. Die Essenz dieses 3-stündigen (!) Gesprächs bildet den Kern von #051MyBloodyValentine. Jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

#050 Snoop Dogg

19. Oktober 2021 #50
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

Wir werden 50! Ihr hört die 50. Folge Stereo.Typen, die es ohne Euch nicht geben würde. Deswegen sagen wir DANKE und feiern das zusammen mit Euch und dem 50. Geburtstag von Snoop Dogg und sippen dazu Gin'n'Juice! What´s My Name? Die damals noch einfach zu beantwortende Frage markiert den Startschuss für eine der steilsten Karrieren im HipHop-Biz. 1993 ging´s für Calvin Cordozar Broadus Jr. als Snoop Doggy Dogg mit seinem Debütalbum "Doggystyle" direkt von den Straßen L.A.s in die Charts, von 213 zu MTV und von der Westcoast um die Welt. Schuld waren sein einzigartig smoother Flow und die von Dr. Dre eingeläutete G-Funk-Era. Heute hat der schlaksige Snoooooop aus dem Golden State einen Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame und blickt zurück auf unzählige Alter Egos, Releases, Entrepreneurships und spannende Stories: Rapper, Papa & Pornoproduzent; Krimineller, Huggy Bear & Marihuana-Millionär - was kann oder war Snoopzilla, Snoop Lion oder DJ Snoopadelic eigentlich nicht? Wenn Katzen 7 Leben haben, dann hat Snoop Dogg mindestens ∞ Von denen erzählt er uns und Euch, in der angemessenen Atmosphäre eines Strip Clubs in London, wo Marc ihn getroffen und befragt hat...

#049 Pop Shop Boys

1. Oktober 2021 #49
avatar
Marc Mühlenbrock
avatar
Tilmann Köllner

19.08.1981, in einem Elektronikfachgeschäft in der King's Road im Londoner Stadtteil Chelsea. Neil Tennant möchte ein Kabel für seinen Synthesizer kaufen. Und findet gleich noch den Mann, der ihn in Zukunft bedienen wird: Chris Lowe. Die erste Begegnung der Pet Shop Boys erfolgte also nicht in einer Zoohandlung. Der Rest ist 40 Jahre und 100 Millionen verkaufte Platten später Pop-Geschichte. Die Pet Shop Boys besangen die sophisticated „West End Girls“ und das wunderbar langweilige Leben in „Suburbia“, stürmten den Dancefloor mit dem Elvis-Cover „Always on my Mind“ und Fußballstadien mit dem Village-People-Cover „Go West“. Und hatten zwischendurch immer auch ein Gespür für die melancholischen und zurückgezogenen Synthie-Momente, wie auf „Home and Dry“. In Stereo.Typen #049PopShopBoys erzählen uns Neil und Chris – aber vor allem Neil – wie sie zum erfolgreichsten Duo der Musikgeschichte wurden. Special Guest: Chilly Gonzales, ein leidenschaftlicher Pet-Shop-Boys-Fan.