#019 Strokes, Chucks & Rock'n'Roll

2. April 2020 #19
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Kein Arthaus-Filmautor und keine Casting-Agentur hätte sich diese Storyline besser ausdenken können: 5 junge Typen um die 20 retten im heißen Sommer von New York 2001 den Rock'n'Roll ins neue Jahrtausend. The Strokes sehen blendend aus, tragen Chucks, coole Röhrenjeans und Vintage-Lederjacken und heißen auch noch wie Filmhelden: Julian Casablancas, Nick Valensi oder Fabrizio Moretti. Schon bald werden sie Supermodels daten und vor Millionen Menschen spielen, die Julians brillante Melodien mitsummen. The Strokes so: „Is This It?“ Und die Welt: „Auf jeden!“. Aber was wäre diese wunderbare Coming-of-Modern-Age-Geschichte ohne die tiefen Täler: einen Sänger, der nicht gern auf Tour geht, einen drogenabhängigen Gitarristen, eine Celebrity-Beziehung in der Yellow Press und interne Streitigkeiten. Marc Mühlenbrock hatte vor einiger Zeit die Ehre, mit Albert Hammond jr. zu sprechen, dem allseits gefeierten und sehr sympathischen Gitarristen dieser prägendsten Band der Nullerjahre. Hört Al & uns in #019TheStrokes

#018 Tame Impala

17. März 2020 #18
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„It might be time to face it - das ist jetzt schon das beste Album 2020“, sagt Tilmann Köllner über „The Slow Rush“ von Tame Impala, das gerade erschienene Gesamtkunstwerk über Zeit, Nostalgie und Vergänglichkeit, das gleichzeitig so zeitlos wie zeitgeistig ist. Der Australier Kevin Parker, das Gehirn und der Motor dieser Psychedelic-Post-Pop-Band, ist ein zurückgezogenes, sympathisches Genie ohne Allüren, das mit seiner einzig- und eigenartigen, effektschwangeren und grenzensprengenden Musik nicht nur seit zehn Jahren Musik-Nerds begeistert, sondern auch den Mainstream inspiriert und befruchtet, so dass ihn Menschen wie Lady Gaga, Kanye West oder Travis Scott als Produzenten wollen und Rihanna seine Songs covert. Eine Ode an den Game Changer Kevin Parker, seine Band und seine Projekte in Folge #018TameImpala.

#017 Peter Gabriel

28. Februar 2020 #17
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Was für ein Vorzeige-Mensch Peter Gabriel doch ist: Innovativer Musiker, Philanthrop, politischer Aktivist, Umwelt- und Technologie-Unterstützer, Global-Pop-Label-Betreiber und liebender Ehemann und Vater. Eigentlich zu viele Aufgaben für ein Leben, doch Peter Gabriel hat sich aller angenommen, weil er hart arbeitet und immer nach vorne schaut. So wie damals mit Genesis, als er das Korsett einer Folk-Prog-Band sprengte mit androgyner Theaterschminke und Gedichten. Solo fand er sich zunächst auf dem „Solsbury Hill“ wieder, huldigte Apartheid-Gegner Steve Biko und erfand den Drumsound der 80er, in denen er zu einem der größten Pop-Stars aufstieg, auch dank „Sledgehammer“ - einem der besten Musikvideos aller Zeiten. Es ist ein bisschen stiller geworden um Peter Gabriel, aber nicht an jenem 13. Februar, an dem er seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. Wir feiern ihn und sein Lebenswerk. Von dem erzählt er uns in #017PeterGabriel.

#016 Whitney Houston

10. Februar 2020 #16
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Es ist eine sehr besondere Geschichte vom gorgeous Gospel-Girl from the Hood mit der gottgegebenen, glasklaren Stimme, mit der sie uns alle irgendwann mal berührt oder bewegt hat. Entweder zu Tränen in „Bodyguard“ mit ihrem größten Hit „I Will Always Love You“ oder zum Tanzen mit Partyhits wie „I Wanna Dance With Somebody“ oder „How Will I Know“. Es ist aber auch eine herzzerreißende Geschichte von Sucht, Verzicht, unterdrückten Gefühlen, gesellschaftlichem Druck, Missverständnissen und Einsamkeit, an der sie vor acht Jahren, am 11. Februar 2012 zugrunde gegangen ist - wir und Whitney erzählen euch diese Geschichte und die Geschichten drumherum in Folge #016Whitney Houston.

#015 Dekade Adé

2. Januar 2020 #15
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Nerd-Level up to the 11, wenn wir über unsere 10 wichtigsten Alben des Jahrzehnts sprechen... und noch ein paar mehr. Frank Ocean, Lana del Rey, Arcade Fire, Charlotte Gainsbourg, Beirut, Trettmann. Wir verabschieden die Deka-Dekade standardgemäß mit unserer Spezialfolge #015 Dekade Adé.

#014 George Michael

24. Dezember 2019 #14
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Es sollte sein Last Christmas werden – am 25. Dezember 2016 hat einer der größten Popstars aller Zeiten frühzeitig diese Welt verlassen. Eine Welt, die er nicht nur mit seiner engelsgleichen Stimme, seinen genreübergreifenden Megahits und seiner lässig-sympathischen Attitüde extrem bereichert hat, sondern auch mit seinem Engagement für die homosexuelle Community. George Michael, der sensible, erotische und perfektionistische Sänger, der schon mit 17 epische Songs wie „Careless Whisper“ schrieb und uns jedes Jahr aufs Neue daran erinnert, dass Weihnachten dieses Jahr auf jeden Fall schöner werden wird als im Vorjahr. Der Sonnenbrillensüchtige in Designer-Anzug, Lederjacke oder Polizeiuniform, den Liam Gallagher als „Modern Day Elvis“ bezeichnet, blickt posthum zurück auf seinen rasanten Ritt vom Spaß-Duo Wham! zu einem der größten Solokünstler aller Zeiten - in Folge #014 George Michael and his Last Christmas. Es geht um Faith, Freedom und Fastlove.

#013 Blakebeat

15. Dezember 2019 #13
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James Blake gilt als Wunderkind der modernen Musik. Ein einzigartiger, genialer Elektronik-Produzent, Beat-Bastler, Pianist und Sänger, der mit Indie-Charme und viel Seele kalten Maschinen leben einhaucht. Mit seinen ersten Veröffentlichungen hat er direkt sein eigenes Genre erfunden: Post Dub Step hat die gerade zu Ende gehende Dekade stark geprägt. Der Londoner kreuzt sphärische Synthies mit harten, bassigen Beats und kreiert mit himmlischer Stimme traurige Clubmusik, die schwer wiegt und dabei gleichzeitig leicht klingt. Musik für emotionale Kopfhörerstunden und After Hours in hippen Locations weltweit. James Blake macht zeitlosen Sound für die Zukunft, auch als Produzent und Inspiration für seine Hip-Hop-Helden Jay-Z und Kendrick Lamar oder Beyoncé. Marc Mühlenbrock hat diesen sympathischen und tiefgründigen Schlacks getroffen – hört von diesen besonderen Begegnungen in #013 Blakebeat.

#012 Let's Go, Beck!

21. November 2019 #12
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Let's go, Beck in Time: Dieser eklektischste aller Musiker hat wirklich fast alles gemacht: Country mit Samples, Surf-Gitarre meets Delta-Blues, Rap auf 8-Bit-Retro-Elektronik, Spoken-Word-Bar-Comedy, 60s Soul-Pop, LoFi-Home-Recordings, psychedelischen Orchester-Sound und Sexx-Funk, Heino-Artwork, ein Leonard-Cohen-Coveralbum, ein Songbuch und jetzt ein melancholisches Synthie-Album: „Hyperspace“ erscheint diesen Freitag. Ein Alleskönner und -ausprobierer aus einer Künstlerfamilie aus dem Melting Pot L.A. und wichtigster Indie/Alternative-Musiker der letzten 25 Jahre. Beck blickt in der neusten Folge unseres Podcasts back auf sein Werk – und bleibt dabei doch ein Mysterium mit wenig Miene und Mimik. Dieser höfliche, ewige Milchbubi mit der Teufelsfrisur unter dem Cowboy-Hut und Ghettoblaster auf dem Arm, der alles ist - nur kein Loser. He's got 2 turntables, we got 2 microphones.

#011 Everybody hört's

6. November 2019 #11
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R.E.M. hatten mehrere Leben gelebt, als sie Herbstanfang 2011 im Jetzt kollabierten. Aus dem Südstaaten-College heraus galten sie ein Jahrzehnt lang als Amerikas beliebteste Indie-Band. Sie wurden zu Helden des Alternative Rock und irgendwann zur größten Band der Welt – und zwar mit der leisesten, melancholischsten und schönsten Musik, die man sich nur erträumen kann: „Losing My Religion“, „Everybody Hurts“, „E-Bow The Letter“. Michael Stipes erratische Lyrics waren das Pendant zur verblüffenden Vielseitigkeit der Instrumentalisten Buck, Mills und Berry, die pendelten zwischen süßlicher Mandoline und verstört-verzerrter Gitarre, Drum und Drumcomputer, genauso wie Stipe zwischen Pseudo-Rockstar und Poet mit Leib und Seele, von Hoffnung zu Hoffnungslosigkeit. Sweetness Follows, denn von all dem erzählt diese wunderbare Band in Episode 11 unserer Podcast-Reihe.

#010 Pixies Club

24. Oktober 2019 #10
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Vor genau 20 Jahren, im Herbst 1999 sahen wir mit Edward Norton und Helena Bonham Carter zum Ende von „Fight Club“ die Welt untergehen. Regisseur David Fincher entschied sich, dieses gehirnwegblasende Finale mit einem der größten Gitarren-Songs aller Zeiten zu unterlegen: „Where is my Mind?“ von den Pixies wurde so gut 10 Jahre nach Veröffentlichung ein zweites Leben eingehaucht. Pixies-Bandleader Frank Black aka Black Francis aka Charles Michael Kittridge Thompson IV würde diese Einleitung auf die neuste Episode unseres Podcasts wütend machen. Denn natürlich sind die Pixies mehr als dieser Kult-Song. 1988-91 – 4 Alben in 4 Jahren, die die US-Indie-Kultur mitgegründet und Nirvana den Weg geebnet haben. „Here Comes Your Man“, „Debaser, „Monkey Gone to Heaven“. Frank Blacks Songs handeln von Absurditäten des Alltags, Surfern, Filmen des spanischen Surrealismus und Bibelgeschichten gone bad. Marc Mühlenbrock hat Frank Black zum dritten Album seit der Reunion interviewt, „Beneath the Eyrie“ kam Mitte September 2019 raus. Und er sollte die Wut des Frank Black kennenlernen, aber auch sein Charisma, seine Eloquenz und seinen Humor. Eines der unterhaltsamsten und aufregendsten Interviews, nachzuhören und -fühlen in #010 Pixies Club.