#030 The Flaming Trips

10. September 2020 #30
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Marc Mühlenbrock
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Tilmann Köllner

Klassisches Orchester, Kunstblut, Konfettikanonen - das bringt nur diese eine Band zusammen. Seit fast 4 Jahrzehnten erweitern die Flaming Lips mit ihrer psychedelischen Musik unser Bewusstsein. Sie gelten mal als amerikanische Version von Radiohead oder als Weiterdenker des Pink Floyd-Space-Rock, dann wieder als letzte lebende Hippies, die den Sound der 68er in möglichst seltsamer Form wiederaufleben lassen. Ihre Diskographie verwässern sie mit ganzen Alben voller Ambient Sounds und schreddernden Punkrock. Vom Punk haben sie sich bis heute den Do-It-Yourself-Charme bewahrt, mit dem sie Absurditäten wie mp3-Sticks in essbaren Gummi-Schädeln, Autoradio-Kassettenkonzerte und einen eigenen Sci-Fi-Film erschaffen haben. Auf grandiose Weise kulminiert alles in ihrer orgiastischen Live-Show, einem Kindergeburtstag auf Acid mit Alien-Tänzer*innen und Neon-Einhörnern, erwachsenen Menschen in Tierkostümen und Riesenballons, allesamt hüpfend zu diesem unfassbar positiven und hoffnungsvollen F'Lips-Sound. Dahinter steht ein Mann mit einer kaleidoskopischen Vision: Wayne Coyne hat die Flaming Lips in Oklahoma City zum Leben erweckt mit seinem unendlichen Ideenreichtum, der auch Musiker von Mick Jones über Tame Impala bis Miley Cyrus in seinen Bann zieht. In Stereo.Typen #030TheFlamingTrips erzählt er uns von dem ein oder anderen (musikalischen) Trip bis hin zum neuen, überraschend folkigen und politischen Album „American Head“, das am bedeutsamen Datum 11. September erscheint.

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